Suzuki 鱸
Japanischer Wolfsbarsch (Suzuki)
Der zweithäufigste Familienname Japans
Vielleicht haben Sie an Ichiro Suzuki von den Seattle Mariners gedacht. Doch dieser Suzuki ist weder der Baseballspieler noch der Suzuki, der das Motorrad Hayabusa baut — es ist der Fisch, der Suzuki (Japanischer Wolfsbarsch). Warum gibt es überhaupt so viele Suzukis in Japan? Unter den japanischen Familiennamen rangiert Suzuki so weit oben, dass er Platz zwei belegt. (Nebenbei: Platz eins ist Sato, Platz drei Takahashi.) Der Name Suzuki stammt aus Wakayama, wo man das Aufschichten von Reisähren früher angeblich „susuki“ nannte. Daraus wurde „Suzuki“, das man schließlich auch mit den Zeichen 鈴木 („Glockenbaum“) schrieb. Später, im Mittelalter, nahmen die Mönche und Shintō-Priester, die von Wakayama aus durchs Land zogen, um den Kumano-Glauben (Shugendō) zu verbreiten, selbst den Namen Suzuki an oder verliehen ihn den Menschen an ihren Missionsorten — so sollen sich die Suzukis derart vermehrt haben. Der Fisch hingegen schreibt sich 鱸 und hat mit dem 鈴木 des Familiennamens nichts zu tun. Eine Theorie besagt, die Menschen der Edo-Zeit hätten ihn so genannt, weil „sein Fleisch weiß ist, wie reingewaschen (susugi)“ — doch eine gesicherte Erklärung scheint es nicht zu geben. Wie dem auch sei: Die Japaner lieben den Klang „Suzuki“ offenbar. Jeder will einfach mal Suzuki sagen.
Nach diesem ziemlich langen Vorwort nun aber: Wie beliebt ist der Suzuki als Sushi? Leider gibt es nicht viele Japaner, die Suzuki-Sushi heiß lieben. Als Weißfisch ist sein Geschmack eher eintönig; man kann ihn raffiniert zubereiten — im Salz gereift oder als Kombu-jime, um Umami herauszuholen —, doch neben den Star-Fischen sticht sein Geschmack kaum hervor. Schlecht ist er deshalb keineswegs: Selbst gehobene Sushi-Lokale nehmen ihn mitunter ins Omakase-Menü auf, und zur Saison ist er fettreich und ausgesprochen köstlich.
Herkunft: Chiba, Aichi, Mie u. a. Saison: Sommer