Maguro Chu-toro/ O-toro 大トロ / 中トロ
Otoro / Chūtoro
Das Kronjuwel der Sushi-Theke
In Japan gilt Otoro oft als einer der großen Stars der Sushi-Theke. Es enthält deutlich mehr Fett als Akami, und sobald es die Zunge berührt, scheint seine seidige Textur zu schmelzen. Und da sich aus einem Thunfisch nur eine begrenzte Menge gewinnen lässt, ist er auch sehr teuer – das Geld in Ihrem Portemonnaie dürfte ebenso schnell dahinschmelzen.
Je nach Fettgehalt und Stelle des Fisches wird fetter Thunfisch in Chutoro und Otoro unterteilt. Im Allgemeinen wird Otoro besonders mit Blauflossenthun und Südlichem Blauflossenthun verbunden. Allerdings kann die Grenze zwischen Chutoro und Otoro vom Sushi-Koch abhängen. Eine überraschend menschliche Linie für ein so luxuriöses Stück.
Akami wurde als fettarm vorgestellt, doch auch Toro steht ernährungsseitig nicht zurück. Sein Fett enthält viel EPA (Eicosapentaensäure), dem nachgesagt wird, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken.
Weil es so fettreich ist, ließ sich Toro früher schlecht lagern, und sein kräftiger Geschmack wurde nicht immer geschätzt; es wurde sogar bekanntermaßen weggeworfen. Seit der Meiji-Zeit scheint es dann immer beliebter geworden zu sein.
Übrigens betrachten wir Japaner Akami und Chutoro/Otoro als durchaus verschiedene Dinge. Wenn ein Sushi-Lokal Ihnen ein Stück serviert – besonders an einem Omakase-Tresen –, sagt es ausländischen Gästen jedoch manchmal nur „Tuna“, ganz ohne weitere Erklärung. Das ist nicht direkt falsch, aber wenn Sie schon hier sind, versuchen Sie doch, beim Essen herauszuschmecken, ob das servierte Stück Akami oder Toro ist. So macht Sushi gleich noch mehr Spaß.
Herkunft: Aomori ist für Blauflossenthun bekannt; Südlicher Blauflossenthun stammt aus Hochseegebieten wie dem Indischen Ozean. Saison: ganzjährig, da viel Thunfisch tiefgekühlt gehandelt wird